Feb 25

Am 26. Januar in den Morgenstunden ist mit gerade mal 50 Jahren unser Freund, Kollege und Projektleiter Sepp Meißner verstorben. Für uns alle ist das ein unfassbarer Verlust.

Am besten hat einmal ein Freund den Charakter von Josef Meißner mit „gnadenlos konstruktiv“ beschrieben – und das ging nicht ohne ein großes Maß an Selbstdisziplin, die ihn bis in seine letzten Stunden auszeichnete.

2002 war es über das gemeinsame Kabarettprojekt „Hirn, Ei und Schwammerl“ zu einem ersten Kontakt zu den Kulturvereinen Tollhaus und ECHO gekommen.

So wurde der Sepp von Anfang an Mitorganisator des Zeltkulturfestivals Zeltival, später Amperitiv. Ab 2004 war er vereinsunabhängiger Gesamtprojektleiter des Festivals. 2006 erhielt er persönlich die Bürgermedaille der Stadt Dachau für sein Amperitiv-Engagement. Ohne ihn wäre die Erfolgsstory des Festivals über die letzten 7 Jahre undenkbar.

Was für den Sepp bei all seinem vielfältigen Engagement ganz besonders typisch war, war das völlige Nichtvorhandensein jedweder Eitelkeit bis hin zur Kamerascheu. Der Sepp war niemals eine Rampensau. Ihm war es wichtig, dass die Sachen liefen, eigene Profilierung war ihm schlicht gleichgültig. Und darauf beruhte ein Teil seiner Autorität und Integrationskraft für alle, die mit ihm zu tun hatten. Dazu kam ein messerscharf-analytischer Verstand und der Spaß an neuen Herausforderungen. Den Satz „Das geht nicht!“, gab´s in seinem Vokabular einfach irgendwie nicht.

Und zu erwähnen ist noch seine unaufgeregte Besonnenheit und Nachdenklichkeit, die grade in Krisensituationen unersetzlich waren und ein unglaublich trockener Humor, gepaart mit der Fähigkeit, Unabänderliches hinzunehmen und das Beste daraus zu machen.

Danke Sepp! Und gute Reise!

      

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