Seit der Sitzung des Kulturausschusses der Stadt Dachau am Mittwoch, den 16.3.2011
ist es amtlich:
Das Amperitiv, Dachaus Zeltkulturfestival wechselt seinen Veranstaltungsturnus und findet ab sofort nur noch im zweijährigen Rhythmus (also das nächste Mal 2012) statt.

Dafür gibt es aus Veranstaltersicht mehrere gute strukturell-organisatorische Gründe:
- Durch den Tod von Joseph Meißner und das Ausscheiden von TollhausDachau e.V. 2009 und des Küchenteams des Willhelm Löhe Heims Traunreut (aus Alters- und Gesundheitsgründen) zu 2011, sowie zusätzliche Auflagen in den Bereichen Gastronomie, Feuerpolizei und Erste Hilfe aber auch durch gestiegene Antragskosten und gestiegene Ausgaben für notwendige Infrastruktur sind sowohl wertvolle ehrenamtliche Strukturen weggefallen, als auch enorme zusätzliche Kosten entstanden, so dass das Festival, das seit 2007 kostendeckend arbeitete, in 2010 trotz erfolgreichen Verlaufes wieder ein erhebliches Defizit zu verzeichnen hatte.
- Einsparungsmöglichkeiten ergeben sich nach momentanem Stand nur auf Kosten von Programmqualität, was nicht wirklich Sinn macht.
- Bleibt nur die Möglichkeit, die Einnahmeseite abzusichern, zum Einen durch eine Konzeptdifferenzierung und mehr Sponsoringleistungen, zu deren Erstellung und Einwerbung die Veranstalter mehr Zeit benötigen, zum anderen durch eine Zuschusserhöhung, die an anderer Stelle eingespart werden kann.
- Ein weiteres Argument für den neuen Rhythmus ist die Terminkollission mit der DIVA, die damit verhindert werden kann, dass Amperitiv und DIVA sich abwechseln.
- Die leichtere Gewinnung von ehrenamtlichen Helfern für eine Aktion im zweijährigen Rhythmus ist ein weiteres gewichtiges Argument.
- Die Veranstaltung kann dafür aber alle zwei Jahre länger dauern, was wenig zusätzliche Strukturkosten und damit eine bessere Auslastung bringt.
Der Ausschuss konnte der Argumentation auf der ganzen Linie folgen und zeigte positive Signale in Richtung Zuschusserhöhung für das zweijährige Spektakel. Definitive Aussagen können natürlich erst im Zusammenhang der neuen Haushaltsverhandlungen für 2011 getroffen werden.
Eine direkte Konsequenz der Entscheidung ist eine Aufwertung der bisher jährlich stattfindenden Kinderzirkustage, die nun auch auf zweijährigen Rhythmus umschalten (im Lückejahr) und so ausgestattet werden, dass sie Ihr bisheriges Mauerblümchendasein neben der großen Schwester Amperitiv ein wenig aufgeben können. Die Dachauer Kinderzirkustage (heuer vom 25.-28. Mai) werden in den Stand versetzt, aus dem überlasteten Thoma Haus in eine richtige kleine Zirkusstadt mit drei Veranstaltungs-zelten, einem Elterncafe und einer Außenbühne auf die Thoma- Wiese umzuziehen.
Das Programm der Veranstaltung umfasst wie bisher vormittägliches Workshopprogramm „Zirkus zum Mitmachen“ für Schulklassen mit einer gemeinsamen Abschlussgala. Nachmittags gibt es ein offenes Mitmachprogramm, ein Elterncafe, die Jahresabschlusspräsentationen der Zirkusschule Dachau am 26.5., sowie Präsentationen verschiedener Kinder- und Jugendzirkusgruppen aus Bayern, Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz und Tagesgalas aus dem Mitmachprogramm im großen Zelt, sowie ergänzende Spielmobilangebote im Außenbereich.
Am Freitag, den 27.5. am Abend gibt es eine große Abendgala im Zirkuszelt mit dem vom Amperitiv bekannten Jugendvarieté VariaBell. Die Zirkustage übernehmen auch den Dachauer Kindertag, der natürlich weiter jährlich stattfinden soll, am Samstag, den 28.5. in gewohnter Größenordnung mit Spiel- und Aktionsangeboten im Außenbereich, Infozelt und Präsentationen sowie einer großen Abschlussveranstaltung für Familien auf der großen Bühne im Zirkuszelt. Interessenten für diese Aktion, die dort Projekte der Kinder- und Jugendkulturarbeit vorstellen möchten sind herzlich eingeladen, ab sofort unter office@echo-ev.de oder unter 08131/275186 Kontakt aufzunehmen.
Mit dieser „Projektrochade“ gelingt es, zwei arrivierte Dachauer Veranstaltung noch einmal aufzuwerten und am Gesamtzuschußvolumen sogar noch in wenig Geld einzusparen …















